Programmübersicht:
Student
Day - Montag, 23. März 2009
Tutorials - Montag, 23. März 2009
Die Tutorials müssen aus organisatorischen Gründen leider abgesagt werden!
1. Konferenztag - Dienstag, 24. März 2009
2. Konferenztag - Mittwoch, 25. März 2009
Ausführliche Übersicht zu den einzelnen Themen:
Aktuelles aus der itemis-Forschung
Die
itemis AG ist in mehrere Forschungsvorhaben aktiv involviert. Dabei
geht es um deutschlandweite als auch EU-geförderte Projekte. Die
inhaltlichen Themen sind u.a. die Entwicklung von Modell-Repositories,
wiederverwendbare Modelle für die wissensbasierte Produktentwicklung,
die Synchronisation von Produktentwicklung und
Produktionssystement- wicklung und insbesondere die modellbasierte
Entwicklung von ein- gebetteten Systemen.
Steffen Stundzig, Dr. Alexander Nittka, itemis AG
| Steffen Stundzig leitet seit April 2008 die itemis Niederlassung in Leipzig. Er betreut und berät ausgewählte Kunden in der Zielregion Mitteldeutschland (Dresden, Halle/Leipzig, Berlin, Erfurt). Steffen hat an der Universität Leipzig Wirtschafts- informatik studiert. Seit seinem Abschluß 1999 arbeitete er hauptsächlich als Freiberufler in verschiedenen Branchen. Seine Tätigkeitsschwerpunkte dabei waren Java-Implemen- tierung, Softwarearchitektur und Entwicklungsprozeßberatung. In letzter Zeit unterstützt und berät er überwiegend Projekt- und Teamleiter in Softwarefirmen. |
| Alexander Nittka studierte bis 2003 Informatik an der Universität Leipzig. Dort war er anschließend als wissen- schaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Intelligente Systeme tätig. Seit September 2008 ist er IT-Berater bei der itemis AG. |
Neue Technologie - neue Lösungen – neue Probleme?
Die MDA/MDD Technologie ist zwar nicht mehr ganz neu, dennoch wird sie in der professionellen SW-Entwicklung immer noch nicht sehr häufig bzw. breitflächig angewandt. Die Ursachen liegen offensichtlich in den standardisierten bisherigen Entwicklungsprozessen und –verfahren. Die Technologie erfordert einen anderen Umgang und führt zwangsläufig, sofern sie erfolgreich angewandt werden soll, zu anderen Methoden, Verfahren, Rollen und auch Organisation. Dies reicht von der Planung (die Aufwandsschätzung ist nicht unproblematisch), über den Entwurf, die Modellierung (hierauf liegt ein besonderer Schwerpunkt), die Koordination (mindestens zwei Projekte in einem), die Werkzeugpflege, das Controlling bis hin zu den Testverfahren (diesen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet). Der Vortrag stellt die Chancen aber auch die Heraus- forderungen und Risiken dar.
Dr. Christian Mann, Tomcat ® computer GmbH
| Christian Mann studierte Informatik, Linguistik, Philosophie, Kunstgeschichte und klass. Archäologie an den Universitäten Köln und Frankfurt am Main. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. war er Lehrbeauftragter an der Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main. Nach Tätigkeit als externer Mitarbeiter in einer Vielzahl von Softwareentwicklungs- projekten sowie als Berater und Trainer im Bereich der OOP ist Christian Mann Senior Berater, Analyst und Architekt bei der Tomcat ® computer GmbH. |
MDD - Ein Erfahrungsbericht beim Einsatz von generierenden Ansätzen im Vergleich zu generischen Lösungen
MDA ist vor einigen Jahren mit der Versprechung angetreten, die Softwareentwicklung mit Hilfe von Modellierungs- und Generierungs- techniken zu vereinfachen. In der Praxis hat sich dann jedoch recht bald gezeigt, dass eine reine Generierung von Softwarekomponenten mit unterschiedlichen Problematiken verbunden ist. Der Vortrag stellt diese vor und zeigt, wann eine Generierung sinnvoll ist, was für einen sinnvollen Einsatz zu beachten ist und welche Alternativen es gibt.
Tom Krauß, GEBIT Solutions GmbH
| Nach seinem Studium der Elektrotechnik lebte Tom Krauß einige Jahre in den USA und war dort als Entwicklungsleiter bei einem OO-Werkzeughersteller tätig. Tom Krauß zählt zu den Java-Pionieren und ist seit 1996 Partner bei GEBIT Solutions und als Entwicklungsleiter sowie Koordinator für zahlreiche Projekte im Java-/J2EE-Umfeld tätig. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Tom Krauß mit der Optimierung des SW-Ent- wicklungsprozesses unter Einsatz modellbasierter Techniken und anderer innovativer Verfahren und Technologien. |
Transformation von Enterprise-IT Applikationen
Für viele neue IT-Vorhaben sind Produktlinien, wegen ihrer Effizienz lang- fristig die wirtschaftlich interessanteste Option der Software- produktion. Praktische Gründe wie ein beschränktes Budget, Risiko- minimierung, Erprobung des Marktes und Time to Market verhindern oft die initiale Erstellung einer Produktlinie. Viele kleinere und mittlere Unternehmen oder aber auch pragmatische Abteilungen von Großunternehmen erstellen im Enterprise IT-Umfeld deswegen zuerst eine Applikation. Mit dieser Applikation sind sie schneller am Markt, können ihn testen und erproben, sowie die benötigten Revenue Streams für weitere verwandte Vorhaben sichern. Im Erfolgsfalle stehen sie jedoch irgendwann einmal vor der Herausforderung die Applikation zu einer Produktlinie zu transformieren. Diese Transformation betrifft dabei nicht nur technische Aspekte, wie eine neue technische Struktur und harte Anforderungen an das Abhängigkeits- management, sondern auch organisatorische, wie z.B. die Umstellung der Releaseplanung, des Configuration Managements und der Teamstruktur. Des Weiteren müssen auch das Produktmangement und das Requirements Engineering angepasst werden. Dieser Vortrag beschreibt ein mehrfach erfolgreich angewandtes Vorgehen für die Transformation einer Enterprise IT-Applikation zu einer Produktlinie. Dieses Vorgehen basiert auf einer minimalen Menge von sich ergänzenden und verstärkenden Praktiken.
Arno Schmidmeier, Senacor Technologies AG
| Arno Schmidmeier berät die Kunden von Senacor bei der Transformation von Applikationen und Enterprise Archi- tekturen. Seine Schwerpunkte sind Architekturen, Aspekt- orientierte Softwareentwicklung und Produktlinien. Er präsen- tiert seine Ergebnisse regelmäßig auf internationalen Konfe- renzen, Artikel und Patterns. |
MDA LIVE!
Mitdenken und mitmachen sind gefragt! Nach einer kurzen Einführung in die Kaskadierung von MDD und den besonderen Ansatz von otris soll der gesamte Weg der Entwicklung am kompakten Beispiel des Urlaubsantrags inkl. Genehmigungsprozess mit verfügbaren Werkzeugen gezeigt und realisiert werden. Die Entwicklung startet mit der verbalen Problem- beschreibung und endet mit der fertigen Anwendung. Es soll hierbei nicht auf ein vorgefertigtes Beispiel zurückgegriffen sondern die Anforderungen direkt vor Ort umgesetzt werden. Anregungen zu Detailausprägungen sind hierbei herzlich willkommen und werden direkt in die Anwendung einfließen!
Thomas Bong, otris Software GmbH
| Thomas Bong ist nach seinem Studium der Elektrotechnik/ Softwaretechnik als Vertriebsingenieur bei der in Dortmund ansässigen otris software AG tätig. Seine Schwerpunkte liegen hierbei in der Projektberatung für Kunden zu DMS, Workflow und Vertragsmanagement. Zusätzlich beschäftigt er sich im Rahmen des Produktes JANUS mit MDD. |
Die MID ModellierungsMethodik M³ - ein Baukasten für Produktlinien
Der Vortrag stellt die verschiedenen Ausprägungen der MID Modellierungs Methodik M³ für unterschiedliche Produktlinien vor. Mit Hilfe einer wohl definierten Vorgehensweise und Methodik auf Basis der SysML/UML und dem V-Modell XT werden Modellierungsrichtlinien und Modell-zu-Modell- Transformationen für verschiedene Produktlinien definiert.
Domänenspezifische ModellierungsMethodik für Produktlinien mit SysML/UML
Der Vortrag stellt die derzeit einzige durchgängige ModellierungsMethodik für eingebettete Systeme auf Basis der SysML/UML vor. Die in Zusammen- arbeit mit dem SysML-Spezialisten Tim Weilkiens entwickelte durchgängige ModellierungsMethodik ermöglicht die Modellierung von System- und Soft- wareverhalten durchgängig von den Anforderungen bis zum Code.
Andreas Ditze, MID GmbH
| Andreas Ditze ist innerhalb der Geschäftsführung verantwort- lich für Consulting, Competence Center und die Akademie. Darüber hinaus berät er als Principal Consultant bei der effizienten Einführung und Nutzung strukturierter und objektorientierter Modellierungstechniken für modellbasiertes Software-Engineering und Geschäftsprozessmodellierung. Er studierte an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg und kam nach einer siebenjährigen Tätigkeit als Software- entwickler und Projektleiter Ende 1997 zur MID. |
Aktuelle Forschungsarbeiten
Zu den Schwerpunkt-Themen der innoQ zählen
neben der Automatisierung in der Software-Entwicklung auch
Service-orientierte Architekturen auf Basis von Web-Services und REST.
Seit einiger Zeit spielt darüber hinaus das leichtgewichtige
Web-Framework Ruby on Rails eine wichtige Rolle in Projekten. In der
Verbindung dieser drei Themenbereiche - Automatisierung,
Service-Orientierung und dynamische Sprachen - gibt es eine Reihe von
Forschungsprojekten, die in diesem Vortrag vorgestellt werden.
Multi-Paradigm Modeling
Die Suche nach der
perfekten
Modellierungsmethodik gleicht der nach dem heiligen Gral: Jeder neue
Ansatz verspricht, mit den Problemen der Vergangenheit aufzuräumen und
endlich die optimale Effizienz zu ermöglichen. Unsere Erfahrung aus der
Praxis zeigt jedoch, dass keine der Varianten allein ausreichend ist.
Stattdessen finden wir in aller Regel eine Kombination aus
unterschiedlichen Modellierungsansätzen, die den Bedürfnissen von
Fachanwendern, Business-Analysten, Entwicklern und Testern gerecht
werden. Im Vortrag werden einige Beispiele für die Modellierung mit
mehr als einem Paradigma aus der Praxis vorgestellt.
Stefan Tilkov, innoQ Deutschland GmbH
| Stefan Tilkov ist Geschäftsführer und Principal Consultant bei der innoQ Deutschland GmbH, wo er sich vorwiegend mit der strategischen Beratung von Kunden im Umfeld von Softwarearchitekturen beschäftigt. Er ist anerkannter Experte zu SOA, Web Services und REST, Mitherausgeber des Buchs "SOA-Expertenwissen" (dpunkt Verlag), Leiter der SOA- Community bei InfoQ.com und häufiger Sprecher auf inter- nationalen Konferenzen. |
Entwicklungsprozess mit GP
Nachdem sich die Generative Programmierung
(GP) in den letzten Jahren als ernst zu nehmender Entwicklungsansatz in
vielen Bereichen der Software-Entwicklung etabliert hat, müssen nun die
langfristigen Qualitätseigenschaften der Generatoren und der
Softwareentwicklungs- prozess optimiert werden, um auch langfristig von
den Vorteilen der GP zu profitieren. Der Vortrag demonstriert
praxisnahe Lösungsansätze, mit denen gravierende Probleme, wie z.B.
lange Time-to-Market sowie eine mangelhafte Wart- und
Modifizierbarkeit, vermieden werden können. Der Schlüssel dazu liegt
sowohl in der domänenübergreifenden Standardisierung der Generatoren
als auch in der ganzheitlichen Betrachtung und Opti- mierung des
Entwicklungsprozesses der GP. Die innerhalb des Vortrags vorgestellte
Referenzarchitektur der Generatoren bildet die Basis für beliebige
frame-basierte Generatoren und gliedert die langfristigen Aspekte der
GP wie z.B. die Wiederverwendung und die Evolution der Domäne.
bitExpert beschäftigt sich mit einem ganzheitlichen und universellen
Ansatz, der die einzelnen Entwicklungsschritte sinnvoll verkettet und
so einen flüssigen und effizienten Ablauf der Entwicklung fördert. Die
Schlüsselelemente bilden hierbei eine flexible Generatorarchitektur und
der Einsatz mehrerer auf die konkreten Probleme zugeschnittener Tools.
Diese Tools unterstützen den Entwicklungsprozess von der
Domänenmodellierung bis hin zur Wartung und Erweiterung der Generatoren
und erhöhen durch Kommunikation untereinander die Konsistenz innerhalb
des Entwicklungs- prozesses und damit direkt die Effizienz und Qualität
des Endproduktes.
Patrick Otto, Research Laboratories bitExpert AG
| Patrick Otto absolvierte den Bachelor- und Masterstudiengang der Fachrichtung Informatik/Software Engineering an der Hochschule Mannheim. Er war von 2005 bis 2007 unter anderem freiberuflich für die Daimler Chrysler AG und die bitExpert AG tätig. Patrick Otto beschäftigte sich im Rahmen seiner Bachelor- und Masterthesis mit Themen aus dem Kontext der Generativen Programmierung und arbeitet seit 2008 fest bei der bitExpert AG im Bereich des Application Engineerings und der Anwendung generativer Techniken. |
Persistency Layer im Vergleich: Sind generierte Adapter besser?
Es gibt höchst unterschiedliche Konzepte zur Realisierung einer Verbindung von Geschäftslogik mit Datenhaltungssystemen: verschiedenen generi- schen Ansätzen, z.B. einem Laufzeit-OR-Mapping, steht die Alternative gegenüber, einen Adapter aus Modellen zu generieren. Der von Delta entwickelte generative Lösungsansatz wird an einem konkreten Beispiel für die Zielplattform C# / ADO.NET / Oracle vorgestellt. Dabei werden die eingesetzten Methoden zur modellbasierten Generatorentwicklung in einer Live-Demo erläutert. Ein Forschungsprojekt unterzog diesen Ansatz zusammen mit konkurrierenden Konzepten einer detaillierten Evaluierung. Wo liegen die jeweiligen Vorteile? Welches Konzept schneidet, in Bezug auf Wartung und Performance, am besten ab?
Cord Giese, Delta Software Technology GmbH
| Cord Giese ist bei Delta Software Technology für die Forschung und Entwicklung im Bereich generativer Basistechnologien verantwortlich. Er präsentiert Forschungsergebnisse aus diesem Bereich auf Konferenzen und in Fachartikeln. Derzeit stehen neue Methoden und Technologien für die Automati- sierung der Software-Entwicklung im Mittelpunkt seiner Arbeit. |
Entwicklung grafischer Modelleditoren auf Basis von Eclipse und GMF
Das Eclipse Graphical Modeling Framework (GMF) stellt eine generative Komponente und eine Laufzeitinfrastruktur bereit, um grafische Editoren auf Basis des Eclipse Modeling Frameworks (EMF) und des Graphical Editing Frameworks (GEF) zu entwickeln. Die Workshopteilnehmer erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten mittels GMF eigene Modelleditoren zu entwickeln. Anhand eines Beispielprojektes werden bewährte Vorgehens- weisen und tiefgründige Einblicke in GMF und GEF vermittelt. Voraus- setzung für einen optimalen Lerneffekt sind ein Notebook mit min. 512 MB RAM, Windows/Linux/Mac OS, 1 GB freier Speicher und CD-Laufwerk. Ziel des Tutorials ist es, dass die Teilnehmer einen Überblick über die Möglichkeiten der Entwicklung eigener Modelleditoren auf Basis von Eclipse erhalten.
Robert Wloch, itemis AG
| Robert Wloch studierte Informationssystemtechnik an der TU Dresden. Von 2006 bis 2008 arbeitete er nebenberuflich als Werkstudent im Bereich Framework- und modellbasierter Softwareentwicklung bei der Misys International Banking Systems GmbH. Nach seinem Studienabschluß als Diplom- Ingenieur für Informationssystemtechnik an der TU-Dresden ist er seit August 2008 als IT-Berater bei der itemis AG angestellt. |
Einführung in Software-Produktlinien
Das Ziel der Software-Produktlinienentwicklung (SPLE) ist die effiziente Erstellung ähnlicher, aber nicht identischer (Software-) Produkte. Das Tutorial führt in die grundlegenden Konzepte der SPLE ein. Dabei werden zwei Hauptgebiete abgedeckt: Technische Konzepte zur Modellierung von Variabilität und organisatorische Aspekte der SPLE. Das Tutorial ist darauf ausgerichtet, dem Praktiker unmittelbar verwendbare Informationen zu vermitteln. Dementsprechend sind Software-Entwickler, Projektleiter und das technische Management das Zielpublikum.
Migration von existierenden Softwaresystemen zu Software-Produktlinien
Nicht jede Software wird von Grund auf neu entwickelt, oft müssen sich die Organisationen dem Problem stellen, dass nach einer Weile ihr Softwaresystem in einer Reihe von Varianten im Einsatz ist und nun Bedarf an systematischer Handhabung von Variabilität und Varianten durch eine Software-Produktlinienentwicklung entsteht. Dieses Tutorium diskutiert die auftretenden Aufgaben und Probleme dieses Migrationsprozesses hauptsächlich auf der technischen Ebene, unter Auslassung der meisten organisatorischen Fragen. Das Ziel des Tutoriums ist es, den Teilnehmern eine grundlegende Vorstellung über mögliche Vorgehensweisen und Problempunkte bei dieser Migration zu geben. Das Tutorium beginnt mit einer kurzen Einführung in die Begriffswelt der Softwareproduktlinien und diskutiert dabei Begriffe wie Problemraum, Lösungsraum, Merkmalmodelle und auch die Frage nach der Unterscheidung von Versionen und Varianten. Tutoriumsthemen sind die Fragen, welche Problemraummodellierung die richtige ist und wie Lösungsraumvariabilität aus existierenden Artefakten (Anforderungsdokumente, Dokumentation usw.) extrahiert werden kann. Ebenfalls wird auf die Bedeutung der Trennung von Problem- und Lösungsraum und deren Umsetzung eingegangen. Ein großer Teil wird der Variabilitätsextraktion im Lösungsraum von Legacy-Systemen gewidmet sein.
Dr. Danilo Beuche, pure-systems GmbH
| Dr. Danilo Beuche ist Geschäftsführer der pure-systems GmbH. Das Unternehmen ist ein Softwarehaus mit Focus auf Beratung und Werkzeugentwicklung zur Unterstützung variantenreicher Softwaresysteme, insbesondere im Bereich eingebetteter Systeme. Seit ca. 15 Jahren beschäftigte sich Dr. Beuche mit Softwarefamilien und eingebetteten Betriebssystemen. Bei pure-systems ist Dr. Beuche als Berater für die Einführung von Produktlinienentwicklung hauptsächlich für Kunden im Bereich Embedded Systems tätig. |
DSLs zur Beschreibung von
Plattformarchitektur und Variabilität
(Keynote
MDD&PL)
Im Rahmen von Plattformen und Produktlinien spielt die Beschreibung der zugrundeliegenden Architektur eine wichtige Rolle, da es unerlässlich ist, dass sie konsequent umgesetzt wird. Gleiches gilt für die Variabilität, also die Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten der Produktlinie. Die Verwendung von domänenspezifischen Sprachen (DSLs) ist hier naheliegend. Der Vortrag zeigt die Verwendung von textuellen DSLs zur Beschreibung von Architektur und Variabilität - letztere integriert mit Merkmalmodellen. Der Vortrag beginnt mit einem ausführlichen Beispiel und endet mit einigen konzeptionellen Betrachtungen.
Markus Völter, voelter - ingenieurbüro für softwaretechnologie
| Markus Völter arbeitet als freiberuflicher Berater und Coach für Softwaretechnologie und -Engineering. Seine Schwerpunkte liegen dabei auf Architektur, Modellgetriebener Software- entwicklung und domänenspezifischen Sprachen sowie Produktlinenengineering. Er hält regelmäßig Vorträge auf den entsprechenden Konferenzen und ist (Mit-) Autor ver- schiedener Bücher, Patterns und Artikel. Markus ist zu erreichen unter www.voelter.de sowie via voelter@acm.org. |
Werkzeugintegration in MDD-Werkzeugketten
Softwarehersteller verfügen üblicherweise über eine Menge mehr oder weniger gut integrierter Entwicklungswerkzeuge. Sollen in den bestehenden Entwicklungsprozess modellbasierte Elemente ergänzt werden, wird es notwendig die bestehenden Werkzeuge abzulösen oder in die Werkzeugkette zu integrieren. Der Vortrag zeigt am Beispiel eines GUI-Designers, wie eine solche Integration durchgeführt werden kann.
Henry Klingberg, itemis AG
| Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war Henry Klingberg zunächst Leiter Zahlungsverkehr, später Leiter Allgemeine Organisation bei der VR-Bank Muldental eG. Seit 2008 ist er IT-Berater bei der itemis AG und absolviert nebenberuflich ein Studium der Informatik. |
Generative Programmierung im Praxiseinsatz
Die Generative Programmierung (GP) hat sich in den letzten Jahren als vielversprechender Entwicklungsansatz in vielen Bereichen der Software-Entwicklung etabliert. Dabei wird das Konzept recht vielseitig genutzt und dient sowohl zur Unterstützung bei wiederkehrenden Programmieraufgaben, als auch zur Erzeugung kompletter Anwendungen. In beiden Fällen stehen ein oder mehrere domänenspezifische Generatoren im Vordergrund, welche je nach Entwurf hochgradig angepasste Software, automatisch erzeugen können. Das allgemeine Ziel ist es, nicht nur das Potential der GP an immer neuen Beispielen zu zeigen, sondern dieses Potential durch innovative Techniken und Entwicklungsmethoden freizusetzen und zu nutzen. Der Vortrag zeigt einen beispielhaften Überblick über den praxisnahen Einsatz der GP und stellt ein universell aufgebautes Generatorsystem und eine flexible Generatorarchitektur vor, welche neue Möglichkeiten und Vorteile im Gebrauch der GP darstellt.
Thomas Wollny, bitExpert AG
| Thomas Wollny absolvierte 1992 seine Ausbildung als Kommunikationselektroniker, Fachrichtung Telekommunikation bei Siemens in Saarbrücken und arbeitete bis 1999 dort als Service-Techniker. Nach seinem Studium der Angewandten Informatik (Schwerpunkt Technik) an der Fachhochschule Kaiserslautern arbeitete Thomas Wollny ab 2003 bei der comlet GmbH als Projektleiter und später Abteilungsleiter für 3D- und Embedded-Systeme. 2007 wechselte Thomas Wollny in den Vorstand der bitExpert AG. |
Automatisch und fehlerfrei – eine Vision?
Auch bei der Wartung und Modernisierung von Softwaresystemen können modellbasierte und generative Techniken erfolgreich eingesetzt werden. Wie weit aber lassen sich Prozesse dadurch automatisieren? Lassen sich damit die Qualität der Ergebnisse steigern und die Fehlerrate senken? Wie müssen die Strategien und Konzepte aussehen, um der Vision näher zu kommen? Bei der Beantwortung dieser Fragen spielen Modelle und Generatoren eine entscheidende Rolle. Allerdings können (oder müssen) auch gewohnte Pfade verlassen werden und Prozesse eventuell ganz anders organisiert werden, um einen maximalen Nutzen zu erreichen. Anhand der Erfahrungen aus einem umfangreichen Modernisierungsprojekt mit tausenden von Programmen und mehr als zehn Millionen LOCs wird dargestellt, welche Möglichkeiten es gibt und wo die Grenzen sind. Die Ergebnisse zeigen aber, dass die Vision auch einen realen Kern enthält.
Rüdiger Schilling, Delta Software Technology GmbH
| Rüdiger Schilling ist Geschäftsführer der Delta Software Technology GmbH. In dieser Funktion ist er seit mehr als zwanzig Jahren verantwortlich für die Konzeption und den Einsatz generativer Softwarewerkzeuge. Kernthemen seiner Arbeit sind modellgetriebene Entwicklungsmethoden, Automatisierungstechniken und domänenspezifische Sprachen. |
Modularität in der Produktlinienentwicklung
Das Software-Engineering von Produktlinienarchitekturen, von Produkt- linien-Anlagegütern und -Werkzeugen wirft zahlreiche Probleme auf, die über die traditionelle Software-Entwicklung hinausgehen. Große, integrierte Werkzeuge, die einem bei dieser Anstrengung unterstützen, werden in ihrer Handhabung leicht zu kompliziert. Besonders während der Umstellung einer Organisation auf Produktlinienentwiclungsprozesse, erfordern unterschied- liche Reifegrade die Anpassung von Organisations- veränderungen und entsprechener Werkzeugunterstützung. Siemens CTE setzte eine Reihe domänenspezifischer Sprachen, Aspekt-Orientierung und Transformations- werkzeuge zur Entwicklung einer voll konfigurierbaren Produktlinie ein.
Dr. Ludger Fiege, Siemens Corporate Technology
| Ludger Fiege arbeitet als Software-Architekt bei Siemens an der Realisierung und Begutachtung von PL-Projekten. Schwerpunkte dabei sind das Variantenmanagement mittels MDD-Techniken für große, verteilte Systeme. |
Modellgestützte Evolution framework-basierter Softwaresysteme (Keynote SABRE/MDD&PL)
Software muss aufgrund von Änderungen der Anforderungen und der Technik beständig weiter entwickelt werden. Dies ist schwierig, weil Entwickler den Programmcode manuell anpassen müssen und eine Änderung einer einzelnen Anforderung viele Änderungen an unterschiedlichen Stellen des Codes bedingen kann. Modelle hingegen können genau die Sicht auf ein System zeigen, die nötig ist, um eine erforderliche Änderung präzise und konsistent durchzuführen. Dies setzt voraus, dass die geeigneten Modelle mit vertretbarem Aufwand erzeugt und die Änderungen im Modell in den Code überführt werden können. Vorgestellt werden die jüngsten Fortschritte in der modellgestützten Evoution framework-basierter Softwaresysteme mit framework-spezifischen Modellierungssprachen und Round-Trip-Engineering. Darüber hinaus wird ein Ausblick gegeben, wie framework-spezifische Modellierungssprachen aus existierenden framework- basierten Anwendungen gewonnen werden können.
Prof. Dr. Krzysztof Czarnecki, University of Waterloo, Kanada
| Krzysztof Czarnecki is Associate Professor in the Department of Electrical and Computer Engineering at the University of Waterloo and NSERC/Bank of Nova Scotia Industrial Research Chair in Requirements Engineering of Service-oriented Software Systems. He received the MS degree in Computer Science from California State University, Sacramento, and his PhD in Computer Science from Technical University of Ilmenau, Germany. Before coming to University of Waterloo in 2003, he worked eight years at DaimlerChrysler Research, Germany, focusing improving software development practices and technologies in enterprise and embedded software. He is a co-author of the book "Generative Programming" (Addison- Wesley, 2000), which is regarded as founding work of the area and is used as a graduate text at universities around the world. He was a keynote speaker the International Conference on Model Transformations and the program chair of 11th ACM/IEEE International Conference on Model Driven Engineering Languages and Systems in 2008. He received the Premier's Research Excellence Award in 2004 and the British Computing Society in Upper Canada Award for Outstanding Contributions to IT Industry in 2008. He is currently the Principal Investigator of a $9.3 million project on "Model-Based Software Service Engineering", which was recently funded by the Province of Ontario (2008-2013). His current work focuses on improving the productivity and quality of software development using domain-specific abstractions and program transformation. |
Modellgetriebene Entwicklung eines WLAN-Management-Systems
Der Vortrag beschreibt die Entstehung eins Hybridsystems, das aus eingebetteten Systemen und einer datenbankbasierten PC-Software entstand. Die Software ist von zwei Teams (Team 1: Embedded-erfahren; Team 2: MDD-erfahren) modellgetrieben innerhalb von zwöl Monaten von Grund auf neu entwickelt worden und hat in dieser Zeit Produktreife erreicht.
Dr. Christoph Niemann, otris software AG
| Dr. Christoph Niemann ist Mitgründer und Vorstand der in Dortmund ansässigen otris software AG. Seit seiner Promotion 2000 über die Generierung datenbankfähiger Client/Server Anwendungen betreut er das daraus entstandene MDD- Werkzeug JANUS. |
Varianten in der Automobilelektronikentwicklung – Herausforderungen und Lösungsansätze
Dieser Vortrag stellt eine Reihe von Problemen vor, auf die bei der Einführung von Produktlinienansätzen in der Automobilelektronik geachtet werden muss. Dabei werden zwei Erweiterungen der Featuremodellierung motiviert und näher erläutert, mit Hilfe von denen die im Lebenszyklus einer Funktions- bzw. Steurergeräteentwicklung auftretende Komplexität der Variabilitätsmodellierung handhabbar gemacht werden kann. Weiterhin beschäftigt sich der Vortrag mit den Herausforderungen und Lösungs- ansätzen zum Umgang mit Variabilität und Wiederverwendung im Bereich der Entwicklung von Software für Seriensteuergeräte im Komfortbereich. Charakteristisch für diese Domäne ist ein enormer Kostendruck, der hohe Anforderungen bezüglich niedrigem Ressourcenverbrauch, wie Speicher und Prozessorzeit, an die Software stellt. Ein weiteres Merkmal ist der zu nehmende Einsatz modellbasierter Entwicklungsmethoden unter Verwen- dung von Codegenerierung.
Prof. Dr. Matthias Weber, Dr. Henning Kleinwechter, Carmeq GmbH
| Matthias Weber studierte an der Universität Karlsruhe Informatik und promovierte dort im Jahre 1990. 1996 habilitierte er sich an der TU-Berlin für das Lehrgebiet „Informatik“ und ist dort seit 2006 außerplanmäßiger Professor. Seit 1997 arbeitet er auf dem Gebiet der Automobilelektroniksoftware bei der Daimler AG und bei der Carmeq GmbH. |
| Dr. Henning Kleinwechter ist bei der Carmeq GmbH in Berlin als stellvertretender Teamleiter und technischer Experte für die modellbasierte Entwicklung von Fahrzeugfunktionen aus der Domäne Karosserie- und Komfortelektronik beschäftigt. Davor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung der DaimlerChrysler AG mit dem Schwerpunkt auf modellbasierte Entwicklungsmethoden- und Tools für Steuer- und Regelungs- funktionen. |
Von Vielfalt und Variabilität – Wiederverwendung eingebetteter Software im Automobil
Die Automobilindustrie ist geprägt durch eine hohe Zahl variabler Fahrzeugfunktionen. Die Treiber von Variabilität sind vielschichtig: Von der Anpassung der Fahrzeuge an unterschiedliche Märkte mit ihren länderspezifischen Vorgaben und ihren kundenspezifischen Wünschen bis zu den technischen Möglichkeiten durch elektronische Systeme. Da mittlerweile ein Großteil der Funktionen im Fahrzeug softwarebasiert ausgeführt wird, nimmt die eingebettete Software eine zentrale Rolle bei der Realisierung der Fahrzeugfunktionen ein. Funktionsvariabilität im Fahrzeug führt somit zwangsläufig zu Variabilität in der Software. In ihrem Beitrag werden die Autoren die Brücke bauen zwischen aktuellen Vorgehensweisen zur Handhabung von Variabilität und der Entwicklung eingebetteter Software im Automobil. Ausgehend von der aktuellen Problemstellung werden die Ergebnisse und deren Integration in die automotive Softwareentwicklung an einem konkreten Szenario aus dem Automobilbereich dargestellt.
Prof. Dr. Jens Weiland, Hochschule Reutlingen; Christian Dziobek, Daimler AG
| Dr. Jens Weiland studierte Informatik an der Universität der Bundeswehr München. Von 2000 bis 2008 leitete er Forschungsprojekte in der Daimler AG Forschung. Seit 2008 ist er Professor für Software Engineering und Ingenieurinformatik an der Hochschule Reutlingen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Variantenkonfiguration modellbasierter eingebetteter Soft- ware. |
| Christian Dziobek studierte Allgemeine Elektrotechnik an der RWTH Aachen. Seit 1986 war er unter anderem tätig bei Philips und Integrated Systems im Bereich der Modellbasierten Entwicklung von Regelsystemen. Seit 1998 arbeitet er bei der Daimler AG und beschäftigt sich mit der Einführung von Methoden und Tools zur Modellbasierten Funktionsentwicklung im Bereich E/E der PKW Serienentwicklung. |
Modellbasierte Entwicklung von Produktlinien in der Vorgangsbearbeitung
Die Ibykus AG ist unter anderem in der Branche der Öffentlichen Verwaltung tätig und kümmert sich dort bspw. um die softwareseitige Unterstüztung der Vorgangsbearbeitung in der Agrar-Förderung. Aufgrund sich stetig weiterentwickelnder Bedingungen und Vorschriften in diesem Gebiet, die häufig auch von kurzfristig zu realisierenden Änderungen in Durchführungsbestimmungen gekennzeichnet sind, hat die Ibykus Ihre gesamte Softwareentwicklungsmethodik auf ein modellbasiertes Vorgehen ausgerichtet. Der Fokus dieses Vortrags liegt auf Konzepten und praktischen Aspekten der Modellierung von Produktlinien basierend auf der Entwicklungsplattform IBYKUS AP und gemeinsam mit der itemis AG weiterentwickelten Modellierungswerkzeugen.
Dr. Steffen Skatulla, Ibykus AG
| Steffen Skatulla arbeitete parallel zum Abschluß des Informatikstudiums an der Universität Jena (1999) für die IBM, San Jose CA am Query Compiler des Datenbanksystems DB2 und promovierte ebenfalls an der Universität Jena zu Speicherstrukturen in objekt-relationalen DBMS (2006). Er arbeitet seit 2005 bei der IBYKUS AG für Informationssysteme, Erfurt auf dem Gebiet der modellgetriebenen Entwicklung von Softwareproduktlinien im Anwendungsbereich Vorgangsbear- beitung. Dort arbeitet er in einer Arbeitsgruppe, die für die Weiterentwicklung der modellbasierten Entwicklungsumge- bung IBYKUS AP neue Konzepte erforscht, erprobt und zum praktischen Einsatz bringt. |

























